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Rechtsschutzversicherungen - Infoblatt

Ein Überblick über Wichtiges zu Rechtsschutzversicherungen

Es klingt wie eine Binsenweisheit und ist dennoch nach wie vor stimmig. Recht haben und Recht bekommen ist nicht immer das Gleiche. Daher ist die Rechtsschutzversicherung für Privatpersonen und Geschäftsleute oft sinnvoll. Die Rechtsschutzversicherung deckt die wesentlichen Gefahrenquellen des täglichen Lebens juristisch ab. Vor der Vertragsunterschrift sollten Sie einen Vergleich von Rechtsschutzversicherungen vornehmen.

Grundsätzlich wird zwischen den beiden Bereichen der privaten und gewerblichen Rechtsschutzversicherung unterschieden. Dabei geht es um den Schutz der eigenen Rechte, denen der Familie oder denen von Mitarbeitern. Gerichts- und Verfahrenskosten sind in aller Regel recht teuer. Das führt in vielen Fällen dazu, dass man auf die Durchsetzung der eigenen Rechte gegenüber Dritten verzichtet. Doch die Rechtsschutzversicherung leistet noch mehr.

 

Die  Rechtsschutzversicherung kommt auf für die Kosten von:

  1. Gerichtsvollziehern
  2. Zeugen
  3. Gutachtern
  4. Sachverständigen und
  5. Anwälten

 

Bausteine in der Rechtsschutzversicherung

Die meisten Versicherer bieten ihren Kunden drei Leistungsniveaus bei Rechtsschutzversicherungen an. Beim Basisschutz ist die Versicherungssumme in der Regel ausreichend, durch eine Selbstbeteiligung kann der Betrag reduziert werden. Premiumangebote von Rechtsschutzversicherungen weisen höhere Deckungssummen aus und haben eine geringere Selbstbeteiligung. Des Weiteren sind häufig Personen in den Versicherungsschutz mit eingebunden, die über den Versicherungsnehmer hinausgehen. Dies können Angehörige oder Mitarbeiter sein.

 

Die Bausteine einer Rechtsschutzversicherung der Versicherer decken folgende Lebensbereiche ab:

 

  1. Familienrechtsschutz: Der Familienrechtsschutz einer Rechtsschutzversicherung betrifft den Versicherungsnehmer und dessen Familie, wobei dazu auch eine nicht-eheliche Partnerin gehören kann. Kinder sind bis zu einem gewissen Alter und/oder solange Anspruch auf Kindergeld besteht, mit versichert. Abgedeckt sind zum Beispiel Forderungen nach Schadensersatz oder Schmerzensgeld. Aber auch die Abwehr solcher Forderungen gehört zum Versicherungsschutz einer Rechtsschutzversicherung.

 

  1. Firmenrechtsschutz: Gerade im gewerblichen Bereich sind die Gefahren eines juristischen Konflikts besonders groß. Der Firmenrechtsschutz einer Rechtsschutzversicherung ist dabei behilflich, eigene Forderungen durchzusetzen und steht hinter dem Versicherungsnehmer, wenn Dritte Forderungen stellen.

 

  1. Arbeits- bzw. Berufsrechtsschutz: Auch für Arbeitnehmer kann eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein. Berichte über Streitigkeiten mit dem Vorgesetzten bestätigen das immer wieder. Für den Bereich Arbeitsrechtsschutz und Berufsrechtsschutz ist Hilfe bei Kündigungen zu erwarten, aber auch, wenn es darum geht, ein angemessenes Zeugnis zu erhalten oder die Bezahlung von Überstunden einzuklagen.

 

  1. Rechtsschutz im Straßenverkehr: Ein großes Konfliktpotenzial bietet der Straßenverkehr. Der Rechtsschutz ist hier sehr umfangreich aufgestellt und betrifft nicht nur Streitigkeiten rund um das Auto und den Verkehr. Daher kann er auch für Radfahrer und Fußgänger interessant sein.

 

  1. Rechtsschutz für Vermieter: Die wenigsten Hausbesitzer und Wohnungsbesitzer verzichten auf diesen Baustein, denn die Vermietung von Immobilien birgt eine enormes Konfliktpotenzial. Abgedeckt durch die Rechtsschutzversicherung sind alle Fälle, in denen der Versicherungsnehmer in seiner Eigenschaft als Vermieter betroffen ist.

 

Fast alle Rechtsschutzversicherer haben Pakete, die alle Bereiche gleichermaßen abdecken. Diese sind vielfach finanziell lohnender als der Abschluss einzelner Bausteine. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Produkte genauer miteinander zu vergleichen. Ein Single beispielsweise benötigt keinen auf Familien zu geschnittenen Rechtsschutz. Verkehrsrechtsschutz dagegen kann selbst für Fußgänger eine hilfreiche Ergänzung sein, denn auch sie können im Straßenverkehr in juristische Konflikte geraten.

 

Wartezeiten bei Rechtsschutzversicherungen

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen wollen, müssen Sie in den meisten Bereichen mit Wartezeiten rechnen. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn die Versicherer wollen vermeiden, dass Policen erst dann abschlossen werden, wenn der Streitfall bereits eingetreten ist oder sich schon abzeichnet. Die Wartezeit bei einer Rechtsschutzversicherung beträgt meistens 3 Monate, in folgenden Bereichen wird jedoch von Rechtsschutzversicherern auf die Wartezeit verzichtet:

 

  1. Strafrechtsschutz
  2. Schadensersatzrechtsschutz
  3. Disziplinar- und Standesrechtsschutz sowie bei
  4. Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

 

Es gibt zudem Ausnahmen. Die Wartezeit gilt beispielsweise in der Regel nicht, wenn für ein kurz nach dem Vertragsabschluss gekauften Neuwagen Ansprüche wegen Mängel am Fahrzeug geltend gemacht werden. Der Grund für den Wegfall der Wartezeit ist hier der Umstand, dass nicht abzusehen war, dass der Versicherungsfall eintritt.

 

Wichtige Klauseln in der Rechtsschutzversicherung

Auf dem Markt der Rechtsschutzversicherung gibt es einen regelrechten Tarif-Dschungel. Vor dem Abschluss der Rechtsschutzversicherung ist daher ein Vergleich unbedingt angeraten. Einige Leistungen einer Rechtsschutzversicherung sollten in jeden Fall in Ihrer Police enthalten sein. Zu diesen gehören die folgenden:

Achten Sie darauf, dass die Deckungssumme der Rechtsschutzversicherung ausreichend ist. Juristische Streitigkeiten können schnell teuer werden, beispielsweise wenn Gutachter hinzugezogen werden müssen. Empfehlenswert ist eine Versicherungssumme von 250.000 Euro. Für weltweite Versicherungsfälle sollten Sie mindestens 25.000 Euro wählen.

Die Kautionssumme der Rechtsschutzversicherung sollte weltweit auf mindestens 100.000 Euro festgesetzt werden. Die Vorgaben einzelner Länder können sich hier stark voneinander unterscheiden.

Je nachdem, wie oft sie im Ausland unterwegs sind, kann es sinnvoll sein, den Rechtsschutz auch auf das Ausland außerhalb Europas auszuweiten.

Ihr Vertrag der Rechtsschutzversicherung sollte die Klausel namens "Stichentscheid" beinhalten. Diese greift, wenn der Versicherungsschutz verneint wird. In diesem Fall zahlt die Rechtsversicherung trotzdem die Stellungnahme eines unabhängigen Gutachters.

Eine weitere wichtige Klausel einer Rechtsschutzversicherung heißt "Ereignis-Theorie". Sie besagt, dass für die Regulierung eines Schadensfalles der Zeitpunkt des Schadensereignisses maßgeblich ist.

Je nach individueller Situation kann für Sie im Falle des Familienrechtsschutzes der Einschluss von Mediation ratsam sein. Zudem kann Ihre persönliche Situation es erfordern, den Baustein "Kapitalanlegerklagen" mit in die Police zu integrieren. In jedem Fall aber sollte die Versicherungsgesellschaft Mitglied im Verein "Versicherungsobmann e.V." sein.

 

Kündigung der Rechtsschutzversicherung

Üblicherweise beträgt die Laufzeit eine Rechtsschutzversicherung ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall 3 Monate, bei Verträgen mit kürzerer Laufzeit ist keine Kündigung nötig, der Vertrag endet dann mit dem vorher festgelegten Datum. Eine außerordentliche Kündigung ist möglich, wenn der Versicherer die Beiträge anhebt. Außerdem bietet der Versicherungsfall die Möglichkeit der Kündigung. Dabei ist es übrigens unerheblich, ob der Versicherer für den Schadensfall aufkommt oder nicht.

 

Nachteile der Rechtsschutzversicherung

Die Nachteile der Rechtsschutzversicherung sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dennoch gibt es sie. So versuchen Versicherungsgesellschaften zum Teil, die Beträge durch Selbstbeteiligungen von bis zu 500 Euro abzufedern. In Anbetracht dieser Vorleistung verzichten viele Versicherungsnehmer im Zweifel lieber auf die Inanspruchnahme der Rechtsschutzversicherung. Ebenfalls um die Beiträge attraktiver zu machen, klammern Versicherer zum Teil wichtige Leistungen aus.

Beim Vergleich der Anbieter sollten Sie also genau darauf achten, was tatsächlich versichert ist. Bestimmte Leistungen sind bei der Rechtsschutzversicherung gar nicht mehr zu finden oder nur gegen heftigen Aufpreis versicherbar. Zu ihnen zählen die Kosten für Scheidungen, die Übernahme von Geldstrafen oder Streitigkeiten vor einem Verfassungsgericht. Verhandlungen, die wegen Betrug oder Diebstahl geführt werden, gehören ebenfalls nicht zum Umfang der Rechtsschutzversicherung.

Den wohl größten Nachteil spüren Sie, falls Sie sich bei einer Gesellschaft rechtsversichert haben, die sich insgesamt wenig leistungsbereit gibt. Wenn im Falle eines aufkommenden Rechtsstreits die Versicherung die Kostenübernahme verweigert, weil sie die Erfolgsaussichten als zu gering einstuft, müssten Sie theoretisch Ihre eigene Rechtsschutzversicherung verklagen, um das Verfahren durchführen zu können. Das machen naturgemäß jedoch die wenigsten Versicherungsnehmer.

 

Fazit Vergleich von Rechtsschutzversicherungen

Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung kann in vielen Fällen sinnvoll sein, besonders für Familien oder den gesamten Bereich des Verkehrs und des Berufes. Für Vermieter ist sie beinahe unverzichtbar. Trotzdem ist ein umfassender Vergleich von Rechtsschutzversicherungen von größter Bedeutung. Die Beiträge der Rechtsversicherer unterscheiden sich teils stark, die Pakete beinhalten zum Teil abweichende Leistungen. Ihre Rechtsschutzversicherung muss also genau auf Sie zugeschnitten sein. Inhaltlich. Und finanziell.

 

Weitere Informationen

Die Testsieger Rechtsschutzversicherung richtet sich vor allem nach Ihren Bedürfnissen! sparen.de erklärt, worauf es im Test ankommt.

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sparen.de erklärt, wie Sie eine passende Rechtsschutzversicherung fürs Auto finden und auf was geachtet werden muss.

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