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Wie wird der Strompreis an der Strombörse festgelegt?

Wie wir der Strompreis an der Strombörse festgelegt?

 

Vor der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 wurde für jedes Gebiet in Deutschland genau festgelegt, welcher Stromanbieter die Haushalte der Region zu welchem Preis mit Strom versorgt. Seit der Liberalisierung des Strommarktes können Verbraucher nun frei zwischen rund 900 Stromanbieter auswählen. Das setzt voraus, dass sich neue Handelsformen für den Erwerb von Strom entwickelt haben. Dreh- und Angelpunkt des Strommarktes ist deshalb die Leipziger Strombörse EEX. Hier können große und kleine Stromhändler Strom erwerben und über den Strompreis verhandeln.

 

Die Strombörse Leipzig

Nach der Fusion der deutschen Strombörse Frankfurt und Leipzig im Jahr 2002, hat sich die Strombörse Leipzig inzwischen zu einem europaweiten Handel für  Energieprodukte ausgeweitet. Kooperationen mit der französischen und niederländischen Strombörse machen es möglich, dass der Strom sogar in andere Länder überführt werden kann- vorausgesetzt die Leitungen zwischen den Ländern lassen dies zu.

Insgesamt rund 250 Teilnehmer handeln täglich den Preis und die Menge an Strom an der Strombörse aus. Neben den ausländischen Energieversorgern, zählen vor allem die vier großen deutschen Energiekonzerne  E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW zu den Großkunden, aber auch kleiner Energieunternehmen oder gewerbliche Großindustrien sind als Kunden vertreten. Private Verbraucher sind von dem Handel an der Börse jedoch ausgeschlossen.

 

Wie der Strompreis an der Strombörse festgelegt wird

Auf dem sogenannten Spotmarkt wird durch die rund 250 Teilnehmer der Strombedarf für den Folgetag ausgehandelt. Bis 12 Uhr mittags können die Teilnehmer Angebote für den Kauf und Verkauf des Stroms abgegeben. Der Strompreisverlauf wird nach 12 Uhr täglich für den gesamten Folgetag festgelegt. Gebote der Teilnehmer, die nach 12 Uhr eintreffen, können dementsprechend nicht mehr berücksichtigt werden.  Unter dem Angebot versteht man die Schätzung eines Stromanbieters, wie viel Strom er produzieren kann und zu welchem Preis er den Strom anbietet, bzw. welchen Mindestpreis er dafür akzeptieren könnte. Andersrum gibt jeder Stromkäufer für jede Stunde die gewünschte Strommenge an und den Betrag, den er dafür zu zahlen bereit wäre. Daraus entsteht letztendlich der Strompreis, der aus dem Schnittpunkt zwischen Angebot und Nachfrage  errechnet wird.

Der sogenannte Merit Order Effekt besagt, dass das teuerste Kraftwerk den Preis an der Strombörse bestimmt. Grundsätzlich wird zunächst zwar erst der Strom verkauft, der in seiner Produktion am günstigsten ist, der am teuersten produzierte Strom, der zum Abdecken des täglichen Bedarfs  eingesetzt wird, bestimmt jedoch den Preis. In Deutschland ist der Atomstrom bislang immer noch am günstigsten, gefolgt von Strom aus Braun- und Steinkohle und schließlich der Strom, der aus Gas erzeugt wird.

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Strombörse

Damit auch Energie aus regenerativen Energiequellen mit ans Netz kommt, wurde das EEG-Gesetz eingeführt, dass vorschreibt, dass eine Mindestmenge an Ökostrom im Netz vorhanden sein muss. Ökostrom wird also in der Regel nicht auf natürliche Weise an der Strombörse Leipzig gehandelt, sondern verpflichtend in das Netz eingeschleust.

Für den privaten Verbraucher macht der Preis an der Börse jedoch nur einen kleinen Teil des Preises aus, welchen er schließlich auf seiner Stromrechnung vorfindet. Hinzukommen staatliche Abgaben, wie die Konzessionsabgaben, Kosten für den Vertrieb und die Netzentgelte, sowie Strom- und Mehrwertsteuer, aus denen sich schließlich der eigentliche Strompreis zusammensetzt.

 

Weitere Informationen

Der Stromverbrauch von Waschmaschinen ist von besonderer Bedeutung, sie haben einen Anteil an der Gesamtverbrauchsmenge von rund 15% im Haushalt.

Die Strompreise steigen stetig an, doch wie sich der Strompreis zusammensetzt und warum Stromanbieter dennoch günstige Stromtarife anbieten können, weiß kaum jemand. Doch gerade wenn man auf der Suche nach dem günstigsten Stromanbieter ist, muss man die Stromtarife vergleichen können.

Immer mehr günstige Strom-Anbieter konkurrieren seit der Liberalisierung des Strommarktes um eine möglichst große Nachfrage der Verbraucher. Um auf dem Strommarkt eine hohe Position zu erreichen, unterbieten sich viele günstige Stromanbieter mit attraktiven Tarifen und preiswerten Strompreisen…

Auch Verbraucher, die mit Nachtstrom heizen, werden von den ständigen Preiserhöhungen der Energiekonzerne nicht verschont.

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