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Wie kann man Sozialtarife für Strom und Gas beantragen?

Was sind Sozialtarife für Strom und Gas und wie kann ich diese beantragen?

Die steigenden Preise für Strom und Gas sind in den letzten Jahren zu einer immer größeren Belastung vieler Verbraucher geworden. Besonders einkommensschwache Kunden sehen sich oftmals nicht mehr in der Lage, die Strom- und Gaskosten aufzubringen. Immer öfter werden Forderungen nach einem Sozialtarif für Strom und Gas laut. Bedenkt man, dass die Stromkosten, im Gegensatz zu den Heizkosten, von den Hartz IV- Empfängern selbst bezahlt werden müssen, erscheinen derartige Forderungen nicht ganz unberechtigt. Durch solche Sozialtarife könnten einkommensschwache Verbraucher finanziell unterstützt und entlastet werden.

In Deutschland sind jährlich immer noch rund 800.000 Haushalte von einer Gas- oder Stromsperre betroffen. Eine Sperrung erfolgt in der Regel dann, wenn die Rechnungen für die Strom- oder Gaskosten nicht mehr beglichen werden können. Eine geregelte und konstante Strom- und Gasversorgung ist also leider nicht für jeden Verbraucher in Deutschland selbstverständlich. Grundsätzlich besteht jedoch Einigkeit darüber, dass kein Verbraucher auf eine geregelte Stromversorgung verzichten müssen sollte. Es stellt sich jedoch die Frage, wie der erhöhte Kostenaufwand bei der Einführung von Sozialtarifen realisiert werden kann.

 

Probleme bei der Umsetzung der Sozialtarife

Bei der Einführung von Sozialtarifen kommt es immer wieder zu Problemen. Seitens der Energieversorger stößt die Einführung von Sozialtarifen auf Ablehnung. Die Energieversorger sehen sich nicht in der Pflicht Sondertarife für einkommensschwache Kunden einzuführen, da sie darin eher eine Aufgabe des Staates sehen. Ein zusätzlicher Problempunkt besteht zudem darin, dass ein Sozialtarif grundsätzlich nur von dem regionalen Grundversorger angeboten werden kann. Da es seit der Liberalisierung des Strommarktes jedoch inzwischen eine große Vielzahl an Stromanbietern gibt, die miteinander konkurrieren, müsste eigentlich jeder Stromversorger einen Sozialtarif anbieten, damit ein fairer und ausgeglichener Wettbewerb weiterhin gewährleistet werden kann.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bestätigt die Ablehnung der Energieversorger und stützt seine Argumentation auf die Behinderung des Wettbewerbs zwischen den Stromanbietern, sollte ein Sozialtarif von den Grundversorgern angeboten werden. Zudem gibt er zu bedenken, dass 40 Prozent des bestehenden Strompreises aus staatlichen Abgaben und Steuern bestehen, die nicht zuletzt dazu eingeführt wurden, um Anreize zum Energiesparen zu geben. Diese politisch gewollten Abgaben nun wieder durch Sondertarife zu verwerfen, hält er nicht für sinnvoll.

 

Wer bietet Sozialtarife für Strom an?

Trotz allem werden von einigen E.ON Töchtergesellschaften seit 2006 Sozialtarife angeboten. Wer jedoch einen Anspruch auf einen solchen Sozialtarif hat, wurde bisher noch nicht einheitlich festgelegt. E.ON sieht seinerseits die Befreiung von den GEZ- Gebühren als Voraussetzung für den Bezug eines Sozialtarifs an. Wer also keine GEZ-Gebühren bezahlen muss, kann den Sozialtarif von E.ON für eine Laufzeit von 12 Monaten in Anspruch nehmen. Einen Rechtsanspruch gibt es auf die Sozialtarife jedoch nicht, da diese von E.ON auf freiwilliger Basis angeboten werden.

 

Ist ein Sozialtarif wirklich günstiger?

Sollte nur der Grundversorger einen Sozialtarif anbieten, ist ein fairer Wettbewerb zwischen den Stromanbietern nicht mehr möglich. Seit der Liberalisierung des Strommarktes konkurrieren pro Region mehrere Anbieter miteinander. Sobald jedoch nicht jeder Versorger einheitlich dazu gezwungen wird einen Sozialtarif anzubieten, kann es passieren, dass andere Stromtarife alternativer Stromanbieter kostengünstiger ausfallen, als der eigentliche Sozialtarif. Es ist in jedem Fall sinnvoll, vor dem Wechsel des Stromanbieters einen Stromtarif Vergleich durchzuführen. Nutzen Sie dazu unseren Stromtarif- Rechner und finden Sie den wirklich günstigsten Tarif.

 

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