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Aus welchen Kosten setzt sich der Strompreis zusammen?

Kostenbestandteile eines Strompreises

 

Für die Zusammensetzung des Strompreises spielen unterschiedliche Komponenten eine wichtige Rolle. Dazu gehören zum Beispiel die Erzeugung, der Transport und der Vertrieb des Stroms, aber auch zusätzliche Kostenfaktoren in Form von Steuern, Abgaben und Umlagen. Gerade heutzutage machen Steuern und Umlagen einen Großteil des gesamten Strompreises aus. Allein durch die Erhöhung der Ökostromumlage 2013 auf 47 Prozent müssen die Verbraucher in der Regel noch höhere Beträge für Ihre Stromrechnung bezahlen.

 

Die einzelnen Bestandteile des Strompreises sind hier für Sie im Detail aufgelistet:

 

Die Erzeugung und der Vertrieb von Strom:

Zur Erzeugung von Strom werden zunächst natürlich Kraftwerke benötigt, die den Strom produzieren. Dazu gehören sowohl Kohlekraftwerke, als auch Wind-, Wasser- und Solaranlagen. Durch die Einspeisung in das Stromnetz, kann der Strom schließlich zu dem Verbraucher gelangen.

 

Netzentgelt:

Mit dem Netzentgelt deckt der Stromversorger all seine Kosten ab, die durch die laufende Stromversorgung entstehen. Darunter fallen die Instandhaltung des Netzes, sowie der Ausbau des Stromnetzes und natürlich der laufende Betrieb. Auch die Personal- und Betriebsführungskosten sind im Netzentgelt inbegriffen. Die Höhe des Netzentgeltes wird jährlich neu festgelegt, nachdem es zuvor von der Bundesnetzagentur geprüft wurde.

 

Stromsteuer:

Seit dem 1. April 1999 wird in Deutschland eine Stromsteuer für den Verbrauch von Strom gezahlt. Die Stromsteuer ist von dem Verbraucher für jede verbrauchte Kilowattstunde zu bezahlen. Seit 2003 wurde die Höhe der Stromsteuer nicht mehr verändert, sodass eine Kilowattstunde seitdem konstant 2,05 Cent kostet.

 

Konzessionsabgabe:

Die Konzessionsabgabe ist eine weitere Komponente des Strompreises. Hierbei müssen die Energieversorgungsunternehmen einen bestimmten Betrag an die zuständige Gemeinde bezahlen, da für die Verlegung und die Nutzung von den Stromleitungen öffentliches Gebiet genutzt wird.

 

Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz

Energieversorgungsunternehmen, die ihren Strom aus einer Kraft-Wärme-Anlage beziehen, müssen der Anlage für die Nutzung gewisse Zuschläge zahlen. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird Strom und Wärme gleichzeitig in einer Anlage erzeugt. Da dieses Verfahren generell effizienter ist, sollen die Anlagen mit den Zuschlägen gefördert und ihre Stilllegung verhindert werden.

 

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Gesetz für Erneuerbare Energien soll die Erzeugung von regenerativem Strom fördern. Durch das Gesetz soll die bevorzugte Einspeisung von regenerativem Strom in das Stromnetz erfolgen. Die sogenannte Ökostromumlage bezieht alle Mehrkosten mit ein, die der Versorger durch die Einspeisung von Ökostrom in das Netz tragen mussten. Allerdings werden die Kosten meist sofort durch die Verbraucher beglichen, da diese in der Stromrechnung mit inbegriffen sind.

 

Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer:

Da Strom nicht zu den Gütern gezählt wird, deren Bedarf lebensnotwendig ist, wird auf den Bezug von Strom die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den Bruttopreis erhoben. Für den Nettopreis macht die Mehrwertsteuer dann immer noch 16 Prozent der Stromkosten aus.

 

Beispielhafte Zusammensetzung des Strompreises

Der Bundesnetzagentur zufolge, setzt sich der Strompreis für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von ca. 3.500 kWh im Jahr 2012 folgendermaßen zusammen:

  1. Netznutzungsentgelt: 19,9 % des Nettonutzungsentgeltes
  2. Messung und Abrechnung: 2,7 %
  3. Konzessionsabgabe: 6,5 %
  4. Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz: 13,3%
  5. Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: 0,2 %
  6. Steuern (Stromsteuer/Mehrwertsteuer): 24%
  7. Strombeschaffung und Vertrieb: 33,0%

Durch die ständigen Schwankungen des Strompreises kann sich die Kostenverteilung der verschiedenen Komponenten allerdings auch stetig verändern.

 

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