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Wer muss für Kleinreparaturen in der Mietwohnung aufkommen?

Die Kleinreparaturklausel

Die Kleinreparaturklausel ist eine Bestimmung darüber, welche Partei eines Mietvertrages für kleinere Reparaturen aufkommen muss. Diese Klausel ist in den meisten Mietverträgen enthalten. Die Kosten für Schönheits- und Kleinreparaturen im Wohnbereich können komplett auf den Mieter abgewälzt werden. Dies gilt aber nur dann, wenn die Reparaturkosten zwischen 75 bis 100 Euro liegen und einen Wert von max. 6-10% der Jahreskaltmiete nicht überschreiten. Sind die Kosten höher, muss der Vermieter den kompletten Betrag übernehmen.

 

Rechtsexperte Wolfgang Büser

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Ein Urteil zur Kleinreparaturklause hat Wolfgang Büser für Sie kommentiert:

Bei 120 Euro handelt es sich nicht mehr um "Kleinreparaturen"

"Kleinreparaturen", deren Kosten ein Vermieter seinen Mietern aufdrücken darf, dürfen nicht pauschal mit "120 Euro" angegeben sein. Allenfalls 75 bis 100 Euro seien üblich, so das Amtsgericht Bingen. Die Folge: Der Mieter braucht keine Reparatur zu bezahlen - auch wenn sie weniger als 120 Euro gekostet hat; denn die Klausel im Mietvertrag ist unwirksam. (AmG Bingen, 25 C 19/13)

(Wolfgang Büser)