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Warndreieck vergessen kann teuer werden

Wer Warndreieck nicht aufstellt erhält Mitschuld

Wer zum Beispiel aufgrund einer Panne mit seinem Auto rechts an den Rand fahren muss sollte auf keinen Fall vergessen sein Warndreieck aufzustellen. Hat ein Verkehrsteilnehmer vergessen sein Dreieck aufzustellen und passiert daraufhin in Unfall, kann er eine Mitschuld von 50 Prozent erhalten.

 

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Das Urteil zu diesem Fall hat Wolfgang Büser für Sie zusammengefasst:

Ohne Warndreieck bleiben 50 Prozent Schuld beim "Nothalter"

Muss ein Lkw-Fahrer auf einer Autobahn einen Nothalt am Seitenstreifen einlegen, weil er sich übergeben muss, so kann der Halter des Sattelzuges nicht einen hundertprozentigen Schadenersatz von einem anderen Lkw-Fahrer (beziehungsweise von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters) verlangen, der den etwas in die rechte Autobahnspur hineinragenden Lkw auf dem Seitenstreifen rammt. Das gelte jedenfalls dann, wenn der unpässliche Lkw-Fahrer lediglich das Warnblinklicht an- und nicht auch ein Warndreieck aufgestellt hat. Spätestens als er "mit dem Übergeben fertig" war, hätte er ein Warndreieck aufstellen oder weiterfahren müssen und nicht - wie hier geschehen - zunächst sich und das Fahrzeug reinigen dürfen, bevor es zum Crash kam. Auf 50 Prozent der Kosten blieben die Halter der Lastkraftwagen sitzen. (OLG Hamm, 26 U 12/13)

(Wolfgang Büser)