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Wann darf eine Bank Bearbeitungsgebühren für einen Kredit verlangen?

Banken dürfen keine Gebühr mehr für die Bearbeitung eines Kreditantrages verlangen

Prinzipiell muss ein Kunde Gebühren für jegliche Bearbeitung von Verträgen oder Konten zahlen. Abhängig von der zu behandelnden Summe können die Bearbeitungsgebühren variieren.

Im Fall der Kredite ist es Banken jedoch nun nicht mehr gestattet Gebühren zu verlangen. Jegliche Kreditanträge oder Kreditbearbeitungen dürfe somit nicht mehr als kostenpflichtig verbucht werden.

Auch das Landesgericht Bonn entschied jetzt, dass es Banken nicht mehr gestattet ist, Gebühren für die Bearbeitung von Kreditanträgen zu verlangen.

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Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

Unser Rechtsexperte zitiert hierzu folgendes Urteil:

Bankrecht: Kreditgebühr darf nicht nur sehr hoch, sondern gar nicht sein...

Das Landgericht Bonn hat die Liste der Urteile erweitert, in denen es Banken untersagt wurde, ihren Kunden für die Bearbeitung eines Kreditantrages eine Gebühr abzuverlangen. Dadurch würden die Kunden unangemessen benachteiligt. (Hier hatte ein Geldhaus für die Bearbeitung eines Kredits in Höhe von 40.000 € eine Gebühr von 1.200 € verlangt. Das Bearbeitungsentgelt stelle "ein unzulässiges zusätzliches Entgelt für die Erfüllung der Pflichten der Bank" dar. Schließlich habe sie das Darlehen im eigenen Interesse bewilligt.)(LG Bonn, 8 S 293/12)

(Wolfgang Büser)