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Versicherungsschutz speziell für Senioren

Sterbegeldversicherung nicht notwendig

Das ist zwar eine Binsenweisheit, doch offenbar nicht bei allen Senioren präsent: Der Versicherungsbedarf von Rentnern ist geringer als der von Berufstätigen. Unnötige Policen sollten gekündigt werden. Diese Übersicht unseres Experten zeigt Ihnen, welche Versicherungen auch für Rentner weiterhin wichtig sind.

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Versicherungsschutz für Senioren:

Sterbegeldversicherung „teuer“ - Privathaftpflicht „ein Muss“

Keinen speziellen Informationsbedarf gibt es naturgemäß für den Wegfall der Bereiche „Berufsunfähigkeit“ und „Altersvorsorge“. Doch seien Sterbegeldversicherungen meistens unnötig, weil „überteuert“, so die Stiftung Warentest. Und auch Ausbildungsversicherungen für die Enkel finden keine Zustimmung: Da die Prämien nach dem Alter der Großeltern – und damit nach deren Sterb­lichkeits­wahr­scheinlichkeit - berechnet würden, werde wegen des höheren Risikos, den Oma und Opa darstellen, unnötig Geld ausgegeben.

Ebenfalls „überflüssig“ oder mit ungünstigem Preis-Leistungsver­hält­nis aus­gestattet werden angesehen: Krankentagegeldversicherungen, Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- oder Reisegepäckversicherungen, Insassenunfallversicherungen sowie Reparatur-, Brillen- und Handyversicherungen. Ein „Muss“ ist dagegen die Privathaftpflichtversicherung, die bei Schadenersatzansprüchen einspringt.

Tipps für Senioren, die sich um den idealen Versicherungsschutz Gedanken machen:

- Weniger Hausrat heißt weniger Beitrag. Die Versicherung senkt die Prämie, wenn Rentner in eine kleinere Wohnung ziehen. Hier finden Sie günstige Hausratversicherungen.

- Die (unverzichtbare) Privathaftpflichtpolice bietet für ehrenamtliche Tätigkeiten nicht immer Schutz. Die betreffende Organisation sollte dafür einstehen.

- Wer mit seinem Pkw bei der Kfz-Haftpflichtversicherung eine hohe Rabattstufe erreicht hat, der sollte bei einem Wechsel darauf achten, dass ein Tarif mit „Rabattretter“ gewählt wird. Dann folgt nach einem Schaden keine Rückstufung.

- Auch in hohem Alter kann noch die Krankenkasse gewechselt werden, wenn eine andere besondere Leistungen bietet (etwa: Wahltarife für besondere Behandlungsprogramme). Es gibt bei der neuen Kasse keine Wartefristen oder Leistungsausschlüsse.

- Die private Zusatzversicherung für Zähne benötigt unter anderem derjenige, der teureren Zahnersatz wünscht, als es die Regelversorgung der Kassen vorsieht, etwa ein Implantat anstelle einer Brücke. Oder der sich nicht in der Lage sieht, die 35 bis 50 Prozent Eigenanteil, den seine gesetzliche Krankenkasse verlangen muss, zu tragen. Nicht mehr sinnvoll ist eine Zusatzversicherung für Träger künstlicher Gebisse.

- Eine private Unfallversicherung sollte weltweit gelten, eine Versicherungssumme von 100.000 Euro und möglichst eine „350er Progression“ haben. Besser ist es, wenn das Geld im Falle eines Falles in einer Summe, nicht als Rente ausgezahlt wird.

- Und auch eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist empfehlenswert, da schon ein kleiner Fehler dramatische Folgen haben kann.