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Spartipps rund um die private Haftpflichtversicherung

Rund jeder zweite private Haushalt in Deutschland hat sie. Nach der Hausratversicherung stellt sie den zweitgrößten Anteil an abgeschlossenen privaten Sachversicherungen bundesweit dar. Die Rede ist von der allgemeinen Haftpflichtversicherung. In den letzten drei Jahrzehnten ist der Vertragsbestand kontinuierlich gewachsen und hat in den letzten 15 Jahren um rund 20 Prozent zugelegt.

 

2016 gab es in Deutschland laut einer Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse - AWA 2016 - rund 45,65 Millionen Personen, die selber eine private Haftpflichtversicherung (ohne Kfz) besaßen -  oder in deren Haushalt jemand anderes eine solche Versicherung besaß. Neben der Kfz-Versicherung für das eigene Auto und der Hausratversicherung gilt die Privathaftpflicht als eine der beliebtesten Sachversicherungen. Über 80 Anbieter mit 72 Tarifmerkmalen buhlen um die Gunst ihrer Kunden, der angesichts der Angebotsfülle aus dem Vollen schöpfen kann. Was gilt es für Paare und Familien zu beachten, wo können Sparpotentiale erschlossen werden, wenn es um einen Vertragsabschluss geht?

 

Doppelt gemoppelt hält besser?

 

Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden an Dritten auf. Paare, ob verheiratet oder nicht, müssen nur in einem gemeinsamen Haushalt leben, um gemeinsam eine Versicherung abschließen zu können. Ein gemeinsamer Vertrag reicht bei vielen Versicherungen aus und spart unnötige Doppelbeiträge.

 

Sind Paare verheiratet, ist derjenige ohne Police automatisch mit dem Versicherungsnehmer mitversichert. Besitzen beide Partner beim Einzug in einen gemeinsamen Hausstand eine Privathaftpflicht, lohnt es sich, eine davon zu kündigen.

 

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informiert, können so rund 50-80 Euro im Jahr gespart werden – und das, obwohl auch Kinder mitversichert werden können.

 

Sie bleiben dann in der Privathaftpflicht solange mitversichert, bis sie eine Ausbildung oder Studium abgeschlossen haben. Sie lohnt sich aber erst für Kinder ab sieben Jahren, da sie erst ab dem Zeitpunkt nach dem Gesetzgeber schuldfähig sind. Bis dahin müssen Eltern nicht für entstandene Schäden haften.

 

Auch können beide Verträge gekündigt und eine gemeinsame neue Police abgeschlossen werden. Bei unverheirateten Paaren muss jedoch sichergestellt sein, dass der Partner im Vertrag auch namentlich genannt wird.

 

Allerdings: Im Schadensereignis sind in dem Fall gegenseitige Schäden nicht gedeckt, Regressansprüche wegen Sach- oder Personenschäden entfallen.

 

Policen auf den Prüfstand stellen

 

Grundsätzlich kann es sich in bare Münze auszahlen, die diversen Versicherungen wie die Haftpflicht einmal im Jahr einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die Tarife der Versicherer ändern sich fortlaufend, oft kommen zum gleichen Beitrag zusätzliche Leistungen hinzu, die den Versicherungsumfang sinnvoll ergänzen können. Nicht selten bietet ein Wechsel oder ein Gespräch mit dem Anbieter ungeahnte Einsparpotentiale.

 

Am besten greifen Paare zu unabhängigen Honorarberatern, die in keinem Interessenkonflikt stehen und neutral beraten können. Von Verbraucherschützern und Politikern als Alternative zum Provisionssystem gesehen, wird der Berufsstand lediglich nach Stundensatz und nicht nach Abschluss bezahlt.

 

Immer wenn sich die private Lebenssituation ändert, bietet sich die beste Gelegenheit, den Versicherungsbedarf kritisch zu hinterfragen und eventuell anzupassen. Auf die Weise lassen sich schnell dreistellige Summen an Versicherungsprämien einsparen. Auch haben Altverträge nicht mehr zeitgemäße Zusatzoptionen, die wenig sinnvoll sind, die Police aber unnötig verteuern.

 

Wer einen Zusatzschutz separat abschließen möchte, sollte zunächst immer den bestehenden Altvertrag dahingehend einer Prüfung unterziehen, ob solche Details eventuell nicht schon bereits mitversichert sind, oder gegen einen geringen Prämienaufschlag mitversicherbar wären.

 

Verfügt der aktuelle Schutz bereits über eine umfangreiche Deckung, kann sich der Vertrag auch zu einer Basispolice zurückstufen lassen. Vor dem Hintergrund kann eine Nachfrage beim Versicherer lohnenswert sein, ob es inzwischen neuere, günstigere Tarife bei gleichbleibendem Versicherungsumfang gibt.

 

Reduzierte Versicherungssumme, Selbstbehalt und Zahlungsweise helfen Geld sparen

 

Prämienbeiträge lassen sich durch Einbau einer Selbstbeteiligung senken. Branchenüblich sind etwa 150 Euro im Jahr. Bagatellschäden sollten nicht der Versicherung gemeldet, sondern selbst beglichen werden, da ansonsten der Versicherer im Schadensfall von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen kann und ein Rauswurf drohen könnte.

 

Grundsätzlich gilt: Mögliche Einsparpotentiale bei den Prämien sollten immer mit dem gewählten Selbstbehalt gegengerechnet werden. Der Versicherte kann ihn bei der bisherigen Höhe belassen, wenn die Einsparung niedriger ausfällt.

 

Sind keine größeren privaten Veränderungen wie Hochzeit oder Umzug geplant, bietet sich auch eine Verlängerung der Laufzeit beitragsmindernd an. Auch sind viele Policen wesentlich günstiger, wenn die Zahlbeträge jährlich in einem Einmalbetrag geleistet werden. Allerdings muss der Betreffende dann aber auch in der Lage sein, den hohen Einmalbetrag zum Fälligkeitstermin auch vorhalten zu können und über eine entsprechende Kontendeckung verfügen.

 

Wer bares Geld sparen will, kann auch über eine Reduktion der Deckungssumme nachdenken. Sie entscheidet oft darüber, wie hoch die Prämie ausfällt. Deshalb ist eine Betragssenkung ein effektiver Parameter zum Geldsparen. Ob eine Versicherungssumme zehn Millionen anstelle von 50 Millionen Euro beträgt, macht sich spürbar auf die Prämie bemerkbar, wirkt sich aber im Versicherungsfall nicht notwendigerweise existenzvernichtend aus.

 

Online-Vergleichsportale nutzen

 

Letztlich bieten zahlreiche im Netz online abrufbare kostenlose Vergleichsrechner aus einer Fülle von Tarifen die für die jeweilige Lebenssituation günstigste Variante zur Auswahl an.

 

Durch den Preisvergleich lässt sich nicht nur ein umfangreiches Angebot ermitteln, sondern zudem eine billige Haftpflichtversicherung finden. Im Regelfall ist es auf die Weise ohne Probleme möglich, einen preiswerten Tarif auszuwählen und dennoch optimale Leistungen zu erhalten.

 

Online-Versicherungsvergleiche gestatten einen objektiven Abgleich der genauen Konditionen diverser Versicherer. So lassen sich vereinzelt Ersparnisse von bis zu hundert Euro oder mehr im Jahr erzielen.

 

Abbildung: fotolia©Andrey Popov (#102564437)