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Risikolebensversicherung für Familien - kleiner Beitrag, große Wirkung

Die Angebote zur Risikolebensversicherung gehen weit auseinander, im Extremfall differieren die Beiträge um das Vierfache, wie einschlägige Testergebnisse belegen. Es lohnt sich also ein Vergleich, bevor diese günstige Todesfallabsicherung vereinbart wird. Vor allem können Familien auf diese Weise die Einkommenslücken, die der vorzeitige Tod eines Verdieners reißen würde, effektiv schließen.

Risikolebensversicherung bedarfsgerecht zuschneiden

Im Gegensatz zur kapitalbildenden Lebensversicherung reduziert die Risikolebensversicherung ihren Versicherungsumfang auf das Wesentliche, nämlich den vorzeitigen Todesfall der versicherten Person. Damit empfiehlt sich diese Absicherung vor allem für Familien, deren finanzielle Existenz nicht selten vom Einkommen eines Verdieners abhängt. Ob es sich hierbei um verheiratete oder in Partnerschaft lebende Paare handelt, ist zunächst unerheblich: Die Todesfallleistung aus einer Risikolebensversicherung, deren Bezugsrecht eindeutig geregelt ist, fällt nicht in die Erbmasse. Da keine Ansparung einer Ablaufleistung vorgesehen ist, fällt der Beitrag im Vergleich zur kapitalbildenden Alternative deutlich günstiger aus - und kann trotzdem drastisch von Gesellschaft zu Gesellschaft variieren.

Preis und Leistung - zwei Seiten einer Medaille

Grundsätzlich sind die Leistungsunterschiede bei einer Risikolebensversicherung nicht so groß, wie das bei anderen Versicherungssparten der Fall ist - was die enormen Preisdifferenzen umso unverständlicher macht. Diese beziehen sich meist auf Anpassungs- und Verlängerungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Nachversicherungsgarantien. Interessenten sollten sich mit den unterschiedlichen Varianten auseinandersetzen, um die optimale Lösung für den eigenen Versicherungsbedarf zu ermitteln. Dabei können spezielle Rechner helfen. Schritt für Schritt wird durch den Auswahlprozess geleitet, sodass sämtliche Vorteile, wie zum Beispiel die Nachlässe für Nichtraucher, berücksichtigt werden können. Natürlich hängt der effektive Beitrag vom Eintrittsalter, der Höhe der Versicherungssumme und dem ausgeübten Beruf sowie dem aktuellen Gesundheitszustand ab. Gesunde Lebensweise wird aber belohnt, davon können Versicherte insbesondere bei der Risikolebensversicherung profitieren.

Versicherungssumme vorausschauend wählen

Über die angemessene Höhe der Absicherung darf gestritten werden: Empfehlen Experten zum Beispiel, das Drei- bis Fünffache des Jahreseinkommens zu versichern, um im Ernstfall der Familie ausreichend finanzielle Mittel zu hinterlassen, muss ein solches Paket auch bezahlt werden. Hier könnten die Nachversicherungsgarantien ein Instrument sein: Diese ermöglichen die Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, beispielsweise die Geburt eines Kindes - allerdings meist nur um einen limitierten Betrag. Ob eine solche Variante sinnvoll ist oder doch die Auswahl eines generell günstigen Versicherers, der zum gleichen Aufwand eine deutlich höhere Absicherung ermöglicht, kann nur persönlich entschieden werden. Wichtig ist, dass sich eine Risikolebensversicherung ohne Probleme jährlich kündigen lässt - so lange der Gesundheitszustand sich nicht zum Schlechten verändert.

Individuelle Beitragskalkulation - subjektive Risiken beachten

Ein Wechsel in einen günstigeren Tarif kann nämlich scheitern, wenn der Versicherer in den Vorerkrankungen, aber auch den ausgeübten Tätigkeiten und vor allem Hobbys ein zu großes Risiko sieht. Die detaillierte Risikoprüfung dient dazu, das Beitragsniveau stabil zu halten: Müssen überdurchschnittliche viele Leistungen erbracht werden, ist eine Beitragserhöhung unumgänglich. Die Bewertung von sportlichen Aktivitäten oder gesundheitlichen Risiken erfolgt allerdings in unterschiedlichem Ausmaß - auch hier hilft letztendlich nur der Vergleich von Angeboten, die auf einer bereits erfolgten individuellen Risikoprüfung beruhen.

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