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Rückzahlung der Mietkaution vergessen

Mieter müssen Vermieter an die Rückzahlung erinnern

Zahlt ein Vermieter nach dem Auszug seines Mieters die vorab bezahlte Kaution nicht zurück, liegt es an dem Mieter die Kaution zurückzufordern. Wurde das Geld nicht für Reparaturen o. ä. einbehalten, hat ein Mieter drei Jahre lang Zeit den Mieter an die Rückzahlung zu erinnern. Tut er das nicht, hat er danach keinen Anspruch mehr auf eine Rückzahlung. Dies entschied das Langericht Oldenburg in einem Urteil.

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Wolfgang Büser hat nachfolgend ein Urteil zur Mietkaution zusammengefasst:

Mietkaution: Auch nach langer Mietzeit den Rückzahlungsanspruch nicht vergessen

Mieter zahlen zu Beginn ihres Mietverhältnisses in der Regel drei Monatsmieten an ihren Vermieter als Kaution, die vom Vermieter nach dem Auszug gegebenenfalls gegen Mietrückstände, ausstehende Betriebskosten oder fällige Schönheitsreparaturen verrechnet werden kann. "Vergisst" der Vermieter, der keine Ansprüche mehr geltend machen kann (was normalerweise innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Mietvertrages feststehen sollte), die Rückzahlung an den Ex-Mieter, so ist es Sache des Mieters, ihn daran zu erinnern. "Vergisst" dies der Mieter auch, so kann er leer ausgehen. Immerhin hat er drei Jahre Zeit für die Rückforderung - gerechnet vom Ende des Jahres an, in dem der Anspruch entstanden ist. (LG Oldenburg, 4 T 93/13)

(Wolfgang Büser)