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Private Krankenversicherung – Vor- und Nachteile

Eines gleich einmal vorweg: nicht jeder Dienstnehmer hat die freie Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Um sich privat versichern zu können, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Die private Option steht nur Besserverdienern offen, im Jahr 2017 muss das monatliche Einkommen mindestens 4.800 Euro betragen.

Hat man einen Job als Beamter inne, fällt die Entscheidung für die private Kasse leicht. Wie man auf dem Portal privatekrankenversicherungtests.de lesen kann, übernimmt der Dienstnehmer nämlich einen Teil der Kosten. Selbständige und freiberuflich tätige Personen können zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung wählen. Wer selbständig arbeitet, fällt nämlich nicht unter das Pflichtversicherungsschema der gesetzlichen Kassen. Für Freiberufler ist die Möglichkeit zur individuellen Zusammenstellung des Versicherungspakets oft ein Grund, die private Krankenversicherung zu bevorzugen. Diese Flexibilität gilt für alle Personen, die berechtigt sind, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

 

Vor dem Wechsel Angebote vergleichen

finanzen.net rät dazu, sich Angebote mehrerer privater Kassen einzuholen, bevor man seine Unterschrift unter das Antragsformular setzt. Ein späterer Versicherungswechsel ist meistens mit großem bürokratischen Aufwand verbunden. Hat man sich erst einmal für einen privaten Anbieter entschieden, ist die Rückkehr in das gesetzliche System schwer möglich. Für ältere Dienstnehmer ab 55. Jahren ist der Wechsel in die gesetzliche Kasse nahezu unmöglich. Übersichtliche Plattformen im Internet helfen beim Vergleichen unterschiedlicher Tarife. Dabei muss man einige persönliche Daten eingeben und bekommt eine Liste mit Vorschlägen. Die genaue Prämie richtet sich aber nach sehr vielen unterschiedlichen Kriterien. So werden von den privaten Kassen genaue Angaben zum Gesundheitszustand verlangt. Man muss Auskunft über vergangene und geplante Operationen geben, Vorerkrankungen und spezielle Risiken nennen. Auch ob man eine Allergie hat oder schon einmal an psychischen Problemen gelitten hat, wird gefragt. Wird man als Risikopatient eingestuft, kann es zu Zuschlägen oder im Extremfall sogar zu einer Ablehnung des Antrags kommen. Das ist ein Nachteil der privaten Kassen, eine gesetzliche Versicherung lehnt keinen Kunden ab oder verrechnet Zuschläge weil man zum Beispiel eine Brille trägt oder an schlechten Zähnen leidet.

 

Vor- und Nachteile im Überblick

Viele Kunden privater Krankenkassen ärgern sich, wenn jährlich ein Brief in das Haus flattert, der über eine Beitragserhöhung informiert. Für das Jahr 2017 sollen Kunden privater Kassen sogar 3,1 Prozent mehr zahlen. Bei wissen.de erfährt man, welche Optionen Versicherte haben, die Beitragserhöhungen nicht in Kauf nehmen wollen. Man kann entweder innerhalb des aktuellen Anbieters in einen anderen Tarif wählen oder die private Krankenversicherung wechseln. Wer sich über die langen Wartezeiten trotz Termin bei den Ärzten ärgert, ist mit einer privaten Versicherung gut beraten. Hier profitiert man nämlich von der freien Arztwahl. Als Privatpatient bekommt man meistens früher einen Termin und kommt schneller an die Reihe. Ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig, muss man als Privatpatient nicht in einem 6-Bett Zimmer schlafen. Besonders junge Versicherte steigen mit einer günstigen Prämie ein. Man kann sich das Versicherungspaket genau auf die persönlichen Bedürfnisse zuschneiden lassen und aus vielen verschiedenen Leistungen wie zum Beispiel einer Zahnzusatzversicherung, Krankentagegeld, Übernahme der Kosten für Medikamente oder Behandlung durch den Chefarzt im Krankenhaus wählen. Beachten sollte man allerdings, dass während eines Mutterschaftsurlaubs keine Rabatte gewährt werden. Außerdem muss jedes Kind extra versichert werden. Für größere Familien ist eine private Versicherung sehr belastend für das Haushaltsbudget. Möchte man weniger zahlen, besteht die Möglichkeit der Vereinbarung eines Selbstbehaltes. Bei den meisten privaten Versicherungen muss man die Honorarnote des Mediziners zunächst selbst bezahlen und erhält den Betrag erst mit Zeitverzögerung von der Kasse rückerstattet.