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Optionsscheine - Verlust oder Gewinn?

Das Spekulieren mit Optionsscheinen gehört zu den risikoreichen Besonderheiten im Börsengeschäft. Der Handel mit Optionen erscheint verlockend, ist aber auch riskant. Im Grunde genommen ist das Handeln mit Optionen nichts anderes als Finanzwetten. Für den bedachten Anleger, der auf langfristig plant, sind die Optionsscheine nicht so geeignet, da die Laufzeit nur etwa zwei Jahre andauert.

So wird gehandelt

Wer sich Optionen anschafft, nimmt stärker an Kursveränderungen teil, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Doch worauf genau kommt es beim Handel an? Der Wert von Optionen ist abhängig vom Basiswert. Im Fachjargon nennt man sie Derivate. Unter dem Basiswert kann man eine Aktie, eine Währung, Rohstoff oder ein Index sein, der unterschiedliche Anlagen vereinigt. Mit dem Kauf einer Option kann der Kunde mit dem Basiswert zu einem festgelegten Preis zukünftig zu kaufen oder zu verkaufen. Die entstehende Differenz wird am Laufzeitende in ausgezahlt. Da die Optionsscheine standardisiert sind, bieten sie dem Privatanleger einen erleichterten Handel an der Börse an.

 

Diese Besonderheit von Optionen sollten Sie kennen

Strike

Die wichtigste Besonderheit eines Optionsscheines ist der Ausübungspreis, man nennt ihn auch Strike. Dieser legt fest, zu welchem Preis der Basiswert, bei der Ausübung einer Option gekauft oder verkauft wird. Dabei müssen der Kurs und der Basiswert und der Ausübungspreis nicht gleich sein. So kann eine Aktie aktuell 100 Euro kosten, aber der Optionsschein weist einen Ausübungsbetrag von 105 Euro aus.
 

Call

Mit dem Call-Optionsschein erwirbt der Kunde das recht, den Basiswert zukünftig zu dem festgesetzten Ausübungspreis kaufen zu können.
 

Put

Mit einem Put-Optionsschein, erwirbt der Kunde ebenfalls das Recht, den Basiswert in der Zukunft zu einem festgelegten Preis verkaufen zu können. Damit wird auf ein Nachlassen des Kurses gesetzt und profitiert, wenn der Kurs unter dem Preis liegt.
Neben der Marktentwicklung, sollte der Anleger auch das Verfallsdatum seines Optionsscheines überwachen. Sinkt der Aktienkurs, daran sollte der Anleger denken, wird niemand die Aktie kaufen und der Wert der Option sinkt auf Null. Die Scheine haben nur eine begrenzte Laufzeit, damit verliert der Optionsschein stetig im Wert und kann gegebenenfalls wertlos werden, wenn der Basiswert seitwärts tendiert. Ebenso ist ein wichtiger Orientierungspunkt die Gewinnschwelle. Diese zeigt an, ob ein Verlust noch Gewinn besteht.
 

Verkauf von Optionsscheinen

Man muss Optionsscheine aber nicht bis zum Ende der Laufzeit behalten, durch einen rechtzeitigen Verkauf kann ein höherer Zeitwert erzielt werden. Denn beim Kauf einer Option sind Gebühren fällig und der Käufer bleibt bei einem Verlust auf seinen Gebühren sitzen. Es kommt damit zu einem Totalverlust seines investierten Betrages.
Wer Neuling in diesem Metier ist, der kann mit einer Demo-Version das Wertpapierdepot testen. Dort kann sich der Kunde mit dem Handel von Optionen vertraut machen. Es gibt Optionsscheine die man schon mit 2 Euro handeln kann. Allerdings ist das nur für den erfahrenen Anleger etwas und lohnt sich nur, wenn man mit den Scheinen täglich handelt. Für den Privatanleger, sind sie zu kompliziert.