Twitter icon
Facebook icon
Google+ icon

Negative Zinsen bald auch beim Girokonto?

Auch weiterhin hält die europäische Zentralbank an ihrem Kurs der Niedrigzinsen fest. Banken erhalten Geld von der EZB zu null Prozent Zinsen und sollte Geld zeitweilig bei der Zentralbank geparkt werden, so fallen dafür Negativzinsen an. So ergibt sich für Banken eine recht schwierige Situation. Es ist schwer zu verwirklichen, ihre Kunden für Einlagen auf der Bank mit Negativzinsen zu bestrafen. Dennoch müssen sie für ihre Einlagen bei der EZB genau diese Negativzinsen tragen. Somit suchen die Banken heute nach Wegen, um diese Situation auszugleichen.

Strategie der Banken in der Nullzinswelt

 

Was Sparer zurzeit am meisten betrifft, ist der Niedrigzins, den man heute für Spareinlagen erhält. Jedoch bedienen sich die Banken gleichzeitig einer anderen Strategie, die von vielen Kunden heute genutzt wird. Baukredite sind zu verschwindend geringen Zinsen erhältlich, so dass es sich zur Zeit viele Menschen leisten können, einen solchen Kredit aufzunehmen, um sich den Traum vom eigenen heim zu verwirklichen. Auf diese Weise können die Banken Geld mit geringen Gewinnen unterbringen, anstatt bei der EZB für eingelagertes Geld Negativzinsen zahlen zu müssen. Doch erweist es sich, dass diese Maßnahmen immer noch nicht ausreichen, um die Banken aus ihrer prekären Situation zu befreien. Da sie die Negativzinsen nicht einfach an ihre Kunden weitergeben können, haben die meisten Banken damit begonnen, rund um Girokonten verschiedene Gebühren zu erheben, mit denen sie ihre Zinsverluste auszugleichen suchen. Von dieser Maßnahme sind natürlich so gut wie alle Bundesbürger betroffen.
 

 

Aus für das gebührenfreie Girokonto

 

Unter den Banken herrscht heute ein großer Konkurrenzkampf. Spätestens seit dem sich im Internet viele online Banken ausgebreitet haben, die Kunden mit wesentlich günstigeren Bedingungen werben, haben Banken in den letzen Jahren versucht, Kunden durch besonders attraktive Produkte für sich zu gewinnen. Die Bemühungen haben dabei immer wieder in erster Linie den Girokonten gegolten. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: fast jeder Deutsche unterhält heute ein Girokonto, auf dem Gehälter eingehen und das zum Bezahlen der monatlichen Unkosten benutzt wird. Somit wurden Girokonten ohne Gebühren entworfen mit dem Ziel, Kunden zur Eröffnung eines solchen Kontos überzeugen zu können. Doch diese Entscheidung haben bald viele Banken bereut und versuchen heute eine neue Gebührenpolitik zu etablieren, bei denen Sie versuchen, den Kunden weiterhin attraktive Bedingungen zur Kontoeröffnung zu bieten, jedoch langfristig Gebühren zu erheben. Darum lohnt sich bei der Wahl der richtigen Bank auch ?2ußerste Aufmerksamkeit und auch der Wechsel des Girokontos von einer Bank zur anderen kann hin und wieder sinnvoll sein.
 

 

Die richtige Bank für das Girokonto auswählen

 

Girokonten gehören zu den meist gebrauchten Finanzprodukten. Hier ist der Konkurrenzkampf enorm groß, so dass Kunden ihren Vorteil daraus ziehen können, wenn sie sich denn im Vorfeld ausreichend informieren. "Ein Vergleich lohnt sich immer!" sagt der Finanzexperte von kostenlosesgirokonto.de.

Deshalb sollte man sich die Angebote für Girokonten der einzelnen Banken also einmal genauer anschauen und auch auf versteckte Kosten achten, die möglicherweise jetzt oder in der Zukunft anfallen können. Mit einem Vergleich kann man auf jeden Fall das günstigste Girokonto ausfindig machen, das gleichzeitig auch die Annehmlichkeiten bietet, die man sich wünscht, um den eigenen Zahlungsverkehr reibungslos abzuwickeln. Im Jahr 2017 wird es wahrscheinlich ab dem zweiten Halbjahr für Interessierten nun ein wenig leichter, die einzelnen Girokonten bei den verschiedenen Banken miteinander zu vergleichen. Das neue Zahlungskontengesetz, das voraussichtlich im Sommer in Kraft tritt, schreibt zertifizierte Webseiten mit entsprechenden Vergleichen vor. Dabei wird man feststellen, dass es durchaus noch einige Banken gibt, die kostenfreie Girokosten anbieten und auch die außer der Kontoführung anfallenden Gebühren gering sind. Doch sollte man auch auf die Leistungen achten, die angeboten werden. So sollte eine Maestro oder V-Pay karte enthalten sein, mit der in Deutschland sowie im Ausland Abhebungen gemacht werden können und mit denen man auch bei Händlern bezahlen kann. Es ist auch eine gute Idee, sich vorher über das Automatennetzwerk zu informieren, über das die Bank für Bargeldabhebungen verfügt. Weiterhin ist es wichtig, sich für eine Bank zu entscheiden, die Mitglied in einem europäischen Einlagensicherungsfonds ist.

 

Banken, die kostenfreie Girokonten gewähren

 

Zu den Banken, bei denen man auch in diesem Jahr noch ein Girokonto eröffnen kann, für das keine Kontoführungsgebühr erhoben wird, gehören die Consorsbank, die DKB und Comdircet. Bei diesen Anbietern handelt es sich um Direktbanken, die im Internet operieren. Bei allen drei Banken wird mit dem Konto auch eine V-Pay Karte ohne Jahresgebühr zur Verfügung gestellt, mit der weltweit kostenlos Geld abgehoben werden kann. Für Geld, das sich auf dem Girokonto befindet, werden bei keiner der drei Banken Zinsen gezahlt. Jedoch werden Tagesgeldkonten angeboten, auf die man Geld, das nicht sofort gebraucht wird, zeitweilig überweisen kann. Auf diese Weise kann man sich einen geringen Zinssatz sichern. Deshalb ist es auch grundsätzlich ratsam, Geld nicht zu lange auf dem Girokonto zu belassen.
 

Zukunft der kostenlosen Girokonten

 

Solange die Niedrigzinspolitik der EZB andauert, desto schwerwiegender werden die Probleme für bilanzorientierte Banken. Schon heute sind kostenfreie Girokonten längst keine Selbstverständlichkeit mehr, die man auf jeder Bank erwarten kann. Verzeichnet die Bank mehr Kundeneinlagen als Kredite, so kann das durch die Negativzinsen bei der EZB für die Bank recht teuer werden. So ist es kein Wunder, dass die Banken an der Gebührenschraube drehen und sich die Serviceleistungen, die bei einem Girokonto erbracht werden, vom Kunden auch bezahlen lassen. Unter den derzeitigen Bedingungen sind Girokonteneinlagen für Banken nämlich kein besonders attraktives Geschäft. So kann man das Modell des kostenlosen Girokontos heute als veraltet betrachten und davon ausgehen, dass es auch in Zukunft stets weniger erhältlich sein wird. Auf der Plusseite gilt jedoch zu bemerken, dass Kunden auch weiterhin um Kunden konkurrieren müssen. Ein Girokonto ist ein ausgezeichnetes Mittel zur Kundenbindung, so dass im Rahmen des möglichen auch weiterhin versucht werden wird, attraktive Girokonten anzubieten. Auch wenn es vielleicht nicht mehr möglich sein wird, ein solches Konto vollkommen gebührenlos zu erhalten, so wird man trotzdem günstige Konten finden können. Bei der Suche nach einem solchen Konto auf den Vergleichsseiten sollte man jedoch stets auch die Leistungen und die Bedingungen im Auge behalten. Schließlich benutzt man ein Girokonto meist zur Abwicklung seines gesamten Zahlungsverkehrs und sollte sich für ein Produkt entscheiden, dass den eigenen Bedürfnissen voll entspricht.