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Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert Schaden nur zögerlich

Zögerliches Regulierungsverhalten kann Schmerzensgeld erhöhen

Kommt eine Kfz-Haftpflichtversicherung nur zögerlich für ein Schmerzensgeld auf, kann es den Betrag in die Höhe treiben. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn das Verhalten der Versicherung nicht nachvollziehbar ist. In nachfolgendem Urteil des Oberlandesgerichts München summierte sich das Schmerzensgeld auf 100.000 €.

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

1938 in Dortmund geboren, arbeitete lange Zeit für eine gesetzliche Krankenversicherung und ist seit 1984 als Freier (Fach-)Journalist für Rechtsthemen tätig,

Im Fernsehen tritt er als Berater und Rechtsexperte auf und war unter anderem drei Jahre lang für die ZDF-Gerichtsshow "Streit um drei" vor der Kamera.

Heute gibt Wolfgang Büser Tipps regelmäßig unter anderem in Sendungen des ARD-Morgenmagazins (alle 2 Wochen in den "ungeraden" Wochen des Jahres), "daheim und unterwegs" (im WDR Fernsehen) sowie der "drehscheibe Deutschland" (im ZDF). Außerdem ist er mit seinen Tipps im WDR 4 sowie für mehrere Printmagazine tätig.

 

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Falls von unserem Experten Wolfgang Büser:

Kfz-Haftpflichtversicherung: Vielzahl von Verletzungen kann 100.000 Euro Schmerzensgeld bringen

Hat eine Frau bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall "eine Vielzahl von - auch kleineren - Verletzungen" erlitten, so steht ihr ein hohes Schmerzensgeld zu. Muss sich die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers dazu vorwerfen lassen, "die Schadensregulierung nur zögerlich betrieben zu haben", so gibt es dafür zusätzlich einen Aufschlag. (Hier summierte sich das beim Oberlandesgericht München zu einer Gesamtsumme von 100.000 €. Der Versicherer hatte schon freiwillig 35.000 € gezahlt, das Landgericht erhöhte den Betrag um 40.000 € und das Oberlandesgericht legte noch einmal 25.000 € drauf.)  (OLG München, 10 U 3928/09)

(Wolfgang Büser)