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Herabfallender Ast verletzt Fußgänger

Versicherungspflicht auf Wanderwegen

Ein Spaziergang im Wald ist erholsam und schön. Dennoch sollte man bei einem Waldspaziergang auch auf die Bäume achten, da herabfallende Äste eine erhebliche Gefahr darstellen können. Im Gegensatz zu Bäumen am Straßenrand müssen Bäume auf Wanderwegen nur einmal pro Jahr kontrolliert werden. Fällt dennoch ein Ast hinab und verletzt einen Fußgänger, kann dieser kein Schmerzensgeld verlangen.

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Ein Urteil zur Verkehrssicherungspflicht von Wanderwegen hat Wolfgang Büser für Sie kommentiert:

Verkehrssicherungspflicht: Auf einem Wander- und Radweg muss nur einmal p. a. kontrolliert werden

Wird eine Radlerin auf einem "Rundweg für Wanderer und Radfahrer" in einem Naherholungsgebiet von einem herab fallenden Ast (hier 15 cm stark und 8 m lang) verletzt, so kann sie keinen Schadenersatz und Schmerzensgeld von der Gemeinde verlangen, weil diese ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt habe. Dies dann nicht, wenn nachgewiesen wird, dass die Bäume am Rundweg wenigstens einmal pro Jahr kontrolliert wurden. Eine häufigere Sichtung - wie bei Straßenbäumen sonst üblich, nämlich einmal im belaubten und einmal im unbelaubten Zustand - sei nicht erforderlich gewesen. (OLG Celle, 8 U 61/12)

(Wolfgang Büser)