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Gemeinsamer Rad- und Fußweg - Radler müssen Rücksicht nehmen

Radfahrer müssen auf gemeinsamen Rad- und Fußwegen besonders achtsam fahren

Auf kombinierten Rad- und Gehwegen haben Radfahrer keinen Vorrang. Ganz im Gegenteil, sie müssen besonders rücksichtsvoll fahren und darauf achten jede Gefährdung zu vermeiden. Fußgänger haben das Recht den ganzen Weg zu nutzen und brauchen nicht durchweg Ausschau nach Fahrradfahren zu halten. Es obliegt vor allem den Radfahrern rücksichtsvoll zu fahren und Fußgänger z. B. durch rechtzeitiges Klingel auf sich aufmerksam zu machen. Kommt es dennoch zu einem Unfall haftet alleine der Radfahrer für den entstandenen Schaden.

Ein Urteil zu einem Streitfall zwischen einem Radfahrer und Fußgänger können Sie im unteren Bereich der Seite nachlesen.

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

1938 in Dortmund geboren, arbeitete lange Zeit für eine gesetzliche Krankenversicherung und ist seit 1984 als Freier (Fach-)Journalist für Rechtsthemen tätig,

Im Fernsehen tritt er als Berater und Rechtsexperte auf und war unter anderem drei Jahre lang für die ZDF-Gerichtsshow "Streit um drei" vor der Kamera.

Heute gibt Wolfgang Büser Tipps regelmäßig unter anderem in Sendungen des ARD-Morgenmagazins (alle 2 Wochen in den "ungeraden" Wochen des Jahres), "daheim und unterwegs" (im WDR Fernsehen) sowie der "drehscheibe Deutschland" (im ZDF). Außerdem ist er mit seinen Tipps im WDR 4 sowie für mehrere Printmagazine tätig.

 

 

Unser Experte Wolfgang Büser hat ein Urteil das OLG Frankfurt am Main für Sie kommentiert:

 

Fahrrad-/Fußgängerunfall: Der Radler hat die höhere Sorgfaltspflicht

Fährt ein Fahrradfahrer auf einem gemeinsamen Rad-/Fußweg dicht an einer Hauswand vorbei und tritt gleichzeitig eine Person aus einer Hofeinfahrt auf den Weg, so haftet der Radfahrer für den entstandenen Schaden allein, wenn die beiden "zusammenrasseln". Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden. Denn grundsätzlich träfen den Radfahrer höhere Sorgfaltspflichten als den Fußgänger, von dem nicht verlangt werden könne, dass er zunächst vorsichtig um die Ecke schaue, bevor er den Gehweg betrete. Dagegen hätten Radfahrer die Belange von Fußgängern auf gemeinsamen Rad-/Fußwegen besonders zu beachten, und vor allem bei unklarer Verkehrssituation Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um im Notfall schnell anhalten zu können. (OLG Frankfurt am Main, 22 U 10/11)

(Wolfgang Büser)