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Fahrräder versichern?

Der Diebstahl von Fahrrädern nimmt zu. Deshalb sollten insbesondere Inhaber teurer Räder über eine spezielle Versicherung nachdenken.

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

Fahrradversicherung:

Wenn Raubritter den Pedalrittern ans Titan gehen...

Der Fahrradklau geht um. Alle paar Minuten langen Gauner zu. Aufs Jahr addieren sich über 300.000 geklaute Räder. Wie bei Autos schon länger gang und gäbe, verschwinden zunehmend teure Bikes auch „auf Bestellung“.

 

Deshalb sollten sich die Pedalritter nicht erst, wenn’s zu spät ist, überlegen, für das Gefährt eine Diebstahlversicherung abzuschließen. Denn nicht nur für die Besitzer der oft mehr als tausend Euro teuren Bikes ist Saison, sondern auch für Raubritter, die auch mal gern ein Rad mit edlem Titanrahmen besitzen möchten.

Wer eine Hausratversicherung besitzt, der hat die Möglichkeit, sein Fahrrad dort durch einen Aufpreis mitzuversichern. Der Zusatzbeitrag ist vom Wohnort abhängig. In Regionen mit hohen Diebstahlszahlen muss tiefer in die Tasche gegriffen werden als in Gebieten mit niedrigeren Quoten. Wer also in einer günstigen Tarifzone wohnt, eine günstige Hausratpolice und ein nicht ganz so wertvolles Zweirad besitzt, für den kann eine separate Fahrradversicherung überflüssig sein.

Meist kann das Fahrrad mit bis zu fünf Prozent der Hausrat-Ver­sicherungssumme mitversichert werden. Wer seinen Hausrat beispielsweise mit 65.000 Euro versichert hat, der kann für sein Rad einen Schutz bis zu 3.250 Euro vereinbaren. Der dafür zu zahlende Aufschlag fällt unterschiedlich hoch aus: je nach Versicherer und Wohnort zwischen 10 Prozent und einem Vielfachen davon.

Wer keine Hausratversicherung hat oder den Aufpreis nicht bezahlen will, der kann sich an Unternehmen wenden, die spezielle Fahrradversicherungen anbieten. Wichtig bei der Wahl des Versicherers ist unter anderem, ob im Falle eines Diebstahls der Neu- oder der Zeitwert ersetzt wird.

 

Anbieter/Tarif

Jahresbeitrag *) nach Versicherungssumme (€)

Höchstversicherungssumme

 

 

500      1.000     1.500

 

ARAG Diebstahlschutz

 (Beispiel aus NRW)

 72        145       217

5.000

Enraverzerkeringen/Diebstahlschutz

 72        144       264

4.000

Enraverzerkingen/Rundumschutz

144        204       348

4.000

P & P Pergande & Pöthe/Bike-ASS Teilkaskoversicherung

 

 54         -         -

  499 (ab 500 € wird Vollkasko empfohlen)

P & P Pergande & Pöthe/Bike-ASS Vollkaskoversicherung

                                      

 54        107       161

                     keine Höchstgrenze

Wertgarantie/Diebstahlschutz

 60        120       228

3.500

Wertgarantie/Komplettschutz

 144       204       312

3.500

 

*) bei monatlicher Zahlung