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Drei "Frühjahrs"-Terminsachen: Trotz „März-Klausel“ Geld sparen // Beiträge bis Ende März zahlen

Ende März und im April 2016 laufen Fristen ab. Drei Terminsachen stehen an für Arbeitnehmer, für Betriebe sowie für Frauen und Männer, die freiwillig Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung überweisen.

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

Jahresmeldung – Etwa bis Ende Februar 2016 (statt früher bis Ende April des jeweiligen Jahres) sollten die gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer die Durchschrift der „Jahresmeldung“ für 2015 haben, die ihr Arbeitgeber ausstellt. Daraus gehen der Beschäftigungszeitraum sowie die Höhe des erzielten Arbeitsentgeltes hervor - damit das Rentenkonto auf dem Laufenden bleibt.

Für die Prüfung, ob der Verdienst richtig eingetragen wurde, daran denken, dass neben den Löhnen und Gehältern auch Einmalzahlungen (etwa Urlaubs- und Weihnachtsgeld) einzubeziehen sind - insgesamt aber nur jeweils bis zur 2015 maßgebenden Bemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 6.050 (neue Länder: 5.200) Euro pro Monat. Wichtig: Auch für 450-Euro-Jobs ist eine Jahresmeldung auszustellen. Denn auch dafür wurden Rentenbeiträge gezahlt – wenn auch allein vom Arbeitgeber und mit nur geringen leistungsrechtlichen Folgen für die Versicherten.

 

Märzklausel - Arbeitnehmer, die bis Ende März 2016 eine Sonderzahlung von ihrem Arbeitgeber erhalten (etwa eine Gewinnbeteiligung für 2015), müssen damit rechnen, dass dieser Betrag für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge nachträglich dem Jahr 2015 zugeschlagen wird. Dann nämlich, wenn der Verdienst - zusammen mit den laufenden Bezügen - die Beitrags­bemes­sungs­grenze der ersten drei Monate des Jahres 2016 überschreitet. Und wenn der Arbeitnehmer im Vorjahr auch beim selben Arbeitgeber beschäftigt war. In diesen Fällen kann es sich auszahlen, wenn die Sonderzuwendung erst im April 2016 dem Arbeitnehmer-Bankkonto gutgeschrieben wird, weil dann die Gratifikation nicht auf zwölf Monate aufgeteilt wird. Das kann geringere Beitragsabzüge zur Folge haben. Der Arbeitgeber informiert über die günstigste Methode – und meldet der Krankenkasse das Ergebnis seiner Abrechnung.

 

Rentenbeiträge - Wer freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt (hauptsächlich: Selbstständige und Hausfrauen), der kann noch bis Ende März 2016 sein Rentenkonto für 2015 auffüllen - wenn es Lücken aufweisen sollte. Der monatliche Mindestbeitrag macht 84,15 Euro aus, der höchste 1.131,35 Euro. Ob diese Ausgabe lohnt, richtet sich nach dem Einzelfall. Auf jeden Fall eine Überlegung wert ist die Zahlung für alle, die vor 1984 bereits 60 Monate Beiträge an eine gesetzliche Rentenanstalt überwiesen und seither jeden Monat (wenn auch nur mit Mindestbeiträgen) „belegt“ haben, weil sie nur damit ihre Anwartschaft auf eine Rente wegen einer Erwerbsminderung aufrechterhalten.