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Darf eine Sparkasse Gebühren für einen Darlehensauszug erheben?

Gebühren für die Erstellung eines Darlehensauszugs sind unzulässig

In einem Fall des Landgerichts Frankfurt am Main hatte eine Sparkasse ihren Kunden für die Zusendung des jährlichen Darlehensauszugs Gebühren von 15,34 € aufgebrummt. Dies ist allerdings nicht rechtens, da Sparkassenkunden durch diese Gebühr benachteiligt werden. Die Klausel  wurde daher vom Landgericht als unangemessen und unwirksam erklärt.

 

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist und sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Das Urteil des LG Frankfurt am Main können Sie hier nachlesen:

15,34 Euro für jährlichen Darlehensauszug ist Abzocke

Sparkassen (hier die Nassauische Sparkasse) dürfen ihren Kreditkunden für die Zusendung eines "Darlehensauszugs" keine Gebühr (hier geschehen in Höhe von 15,34 €) berechnen. Im von der Verbraucherzentrale Bundesverband erstrittenen Urteil heißt es: Das Erstellen eines Jahreskontoauszuges in einem Darlehensvertrag geschehe überwiegend "im organisatorischen beziehungsweise Buchhaltungsinteresse des Kreditinstituts". Außerdem sei das Entgelt für das Drucken und Versenden im Vergleich zum tatsächlichen Arbeits- und Auslagenaufwand unangemessen hoch. (LG Frankfurt am Main, 2/2 O 274/12)

(Wolfgang Büser)