Twitter icon
Facebook icon
Google+ icon

Darf ein Mieterwechsel innerhalb einer WG verboten werden?

Müssen Vermieter häufigen Mieterwechsel akzeptieren?

Das Leben in einer WG ist zumeist lustig, laut und bunt. Diese Art zu wohnen ist vor allem bei Studenten sehr beliebt. Sie ist kostengünstig und bietet die Möglichkeit schnell soziale Kontakte zu knüpfen. Viele Wohngemeinschaften bleiben jedoch  nicht ewig bestehen und nicht selten findet ein Wechsel der Mitbewohner statt. Doch kann ein Vermieter einen Mieterwechsel verbieten? Laut eines Urteils des Landgerichts Berlin muss ein Vermieter den Wechsel akzeptieren. Eine Zusammenfassung zu diesem Urteil können Sie im unteren Bereich der Seite nachlesen. 

 

Unser Rechtsexperte

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Das Urteil des LG Berlin hat unser Experte Wolfgang Büser für Sie kommentiert:

Bei Wohngemeinschaften dürfen Vermieter nicht so streng sein

Der Vermieter einer Wohngemeinschaft hat grundsätzlich einen Mieterwechsel innerhalb der WG zu akzeptieren. Anders als bei einer Ehe oder Lebensgemeinschaft sei ein solches Mietverhältnis üblicherweise nicht auf Dauer angelegt. Im konkreten Fall ging es um eine 280 Quadratmeter große Wohnung, in der in acht Zimmern vier Mieter wohnten, die als Wohngemeinschaft geführt wurden. Nach einem Wechsel des Eigentümers wollten auch zwei Mitglieder der Wohngemeinschaft aus- und zwei neue Mieter einziehen, was der neue Vermieter nicht hinnehmen wollte. Musste er aber. Bei Wohngemeinschaften sei ein Wechsel der Vertragsparteien von vornherein vereinbart. Daher könne der Vermieter nicht verlangen, dass die Mieter nachweisen, dass sie ein berechtigtes Interesse an den neuen Mitbewohnern haben. (LG Berlin, 65 S 377/12)

(Wolfgang Büser)