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Couponing – hält der Trend auch in Deutschland Einzug?

Couponing – hält der Trend auch in Deutschland Einzug?

In vielen Ländern sind sie längst in sämtlichen Geschäften, ob online oder offline – die Coupons, Gutscheine oder Rabattmarken für diverse Artikel. Geschäftstüchtige in den konsumorientierten USA haben die Coupons als Marketinginstrument bereits um 1890 erfunden, um die Absätze zu steigern und den Markt für Einkäufer noch interessanter zu gestalten.

Nahezu jeder zweite Amerikaner nutzt die Coupons für sämtliche Einkäufe, Tendenz steigend. Es gibt sogar regelrechte Coupon-Gurus, welche die aktuellsten und schnellsten Tipps und Tricks für Coupons und Schnäppchen verbreiten, wie beispielsweise die Krazy Coupon Ladys:

https://www.youtube.com/embed/7ib541uq2HA

Tatsächlich werden heute eine Vielzahl an Coupons von zahlreichen Geschäften online angenommen, denn es müssen nicht mehr allein die Papierschnipsel aus Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen sein, die mühsam zusammen gesucht werden, um genügend Coupons für den Einkauf zu ergattern.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Portale, die beispielsweise Onlinecoupons, die bei einem Einkauf in einem Onlinegeschäft Rabatte und Vergünstigungen liefern, anbieten. Dies funktioniert auch über die Einkaufsapps der jeweiligen Läden. Was früher undenkbar war ist heute problemlos möglich – selbst Medikamente können heute mittels Gutschein bei diversen Versandapotheken online vergünstigt gekauft werden.

Doch wie genau läuft der Handel mit Coupons ab und warum bieten Läden und Geschäfte diese überhaupt an? Deutschland ist traditionell ein konservativer Einkaufsmarkt, in dem neue Abläufe, Bezahlmöglichkeiten und Systeme eher zögerlich angenommen werden. So kaufen beispielsweise nur 17 Prozent der Verbraucher Waren des täglichen Bedarfs über Onlineshops. 40 Prozent wären jedoch gegenüber Apps nicht abgeneigt, welche ihnen Informationen über die gekauften Produkte liefern, behauptet eine Konsumstudie von Nielsen.

Die Funktionsweise

Das Prinzip ist simpel, denn die Rabatte oder Coupons müssen nur beim Kauf eines oder mehrerer Produkte vorgelegt, per App eingespeist oder auf der Homepage eingetragen werden und schon reduziert sich der Endpreis um einige oder mehrere Euros. Doch der Haken an dem Couponing ist es, tatsächlich günstige Rabatte zu erkennen und zu nutzen, denn ab einem Mindestbestellwerten von 30 Euro oder bei Einschränkungen der Couponanzahl, ist der vermeintliche Rabatt schnell wieder verpufft. Ein Tipp ist es, eine Einkaufsliste zu erstellen, mit den Waren, die jeden Monat gekauft und welche Marken dabei bevorzugt werden. Darüber hinaus sollten Kunden die Geschäfte ihrer Umgebung kennen, denn nicht alle Marken werden überall angeboten und besitzen ein Verfallsdatum.

Es gibt bei großen Läden oft die Option, Coupons miteinander zu kombinieren, deshalb sind Coupons für Spontaneinkäufe meist unpraktisch, es sei denn, die jeweiligen Coupons liegen immer griffbereit und sortiert vor.

Rossmann setzt beispielsweise laut onlinehaendler-news.de auf Cashback-Couponing per App, indem der Kunde ein Produkt kauft, ein Foto mit der App erstellt und anschließend den Rabatt erstattet bekommt. So sollen die Käufer zum mehrmaligen Kauf angeleitet werden.

Doch während versierte Couponjäger in den USA ihren Einkauf mit hohen Prozenten wieder herausholen können, gibt es in Deutschland eher einen zögerlichen Markt mit Coupons. Meist erhalten die Kunden 50 Cent oder einen Euro zurück und Rabatte sind erst ab Mindestbestell- oder Einkaufswerten von 25 Euro und mehr verfügbar, bei denen man nur selten hohe prozentuale Rabatte erhält.

Beliebt sind die Payback-Karten, in dem durch regelmäßiges Einkaufen über bestimmte Summen Punkte gesammelt werden können, mit denen weitere Produkte günstiger zu kaufen sind. Dieser Prozess ist jedoch teilweise langwierig, während die Coupons sich sofort auf den Einkauf auswirken.

Bis 2001 gab es in Deutschland das Rabattgesetz, das Prozente und Zugaben streng kontrollierte und 2004 wurden schließlich Regelungen der Schluss- und Sonderverkäufe gestrichen. Rabatte und niedrige Preise zu jeder Jahreszeit, Gutscheine als Anreiz für die Kunden - der Markt hat sich besonders durch das Internet gewandelt, auch wenn die erste Rabattschwemme nur kurz für Anstiege der Einkäufe sorgte. Payback galt und gilt als der große Erfolg, wie derhandel.de berichtet.

Beliebt ist allerdings auch das Cashback System, in welchem der Kunde über einen Cashback-Anbieter bei einem Online-Shop einkauft und ein Affiliate-Netzwerk, also eine unabhängige Zwischenstelle, den Cashback-Flow abwickelt. Das bedeutet, dass der Online-Shop über die Zwischenstelle eine Provision an den Cashback-Anbieter zahlt und der Cashback-Anbieter dem Käufer den Einkaufsrabatt gutschreibt.

In Deutschland wird dies immer noch mit Skepsis betrachtet, denn die Geschäfte wollen den Kunden lieber direkt an sich binden und keinen Cashback-Anbieter vorgesetzt bekommen, während Kunden sich unkomplizierte Abwicklungen wünschen.

Der Vorteil der Coupons liegt jedoch im Internetmarkt und vor allem in den Apps, mit denen Cashback, Punkte, Rabatte und Gutscheine innerhalb weniger Sekunden im virtuellen Warenkorb oder beim Bezahlvorgang erhältlich und gültig sind. Hier wird auch in Deutschland der Markt immer größer werden und die Shops werden sich so stärker auf die Wünsche der Kunden einstellen.

Gutschein-Sprache und Codes

Doppel- und Mehrfachgutscheine: Der Wert des Gutscheins kann sich bis zu bestimmten Summen erhöhen

1+1 zum halben Preis: Ein Produkt kaufen, eins zum halben Preis erhalten

Cashback: Eine Provision beim Kauf bestimmter Produkte

Nächste Bestellung: Coupon ist nur bei der nächsten Bestellung gültig

On-Pack-Couponing: Gutschein ist an der Ware angebracht