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Betriebsrente 2016 jetzt bis 145,25 Euro: So können 26 Euro monatlich an Beiträgen gespart werden

Auch wenn es sich um die „dritte Säule“ der Alterssicherung handelt: Betriebsrenten sind vielfach nur ein „Zubrot“. Das Gesetz trägt dem – wenn auch in engen Grenzen - Rechnung und stellt pflichtversicherte Rentner mit geringen Betriebsrenten von Beitragszahlungen an die Kranken- und Pflegekasse frei.

Wolfgang Büser, Wirtschaftsjournalist. sparen.de-Experte für alle Rechtsfragen.

Nach ca. dreißig Jahren im öffentlichen Dienst ist Wolfgang Büser, im Übrigen auch als Lehrer in der Erwachsenenbildung, als Wirtschaftsjournalist für Tageszeitungen, Wochenzeitungen sowie Monatszeitungen tätig. Herr Büser steht Verbrauchern regelmäßig im ARD-Morgenmaga­zin, in der ZDF-Dreh­scheibe, zwei Landesfernseh- sowie verschiedenen Rundfunkanstalten mit Rat und Tat zur Seite.

Überdies war Herr Büser für die Fernsehsendungen ZDF-„Streit um drei“, ZDF-„Kerner“ und das SAT.1-Frühstücks­fern­se­hen als Rechtsexperte tätig.

 

Als gering wird dabei 2016 eine monatliche Betriebsrente von 145,25 (bisher: 141,75) Euro angesehen. Bis zu diesem Betrag dürfen Betriebe oder Pensionskassen also Betriebsrenten nicht um Kranken- und Pflegekassen-Beiträge schmälern. Allerdings sind mehrere Betriebsrenten zusammenzuzählen. Schon wenige Cent mehr als 145,25 Euro führen zur vollen Beitragspflicht, was rund 26 Euro an Monatsbeitrag ausmacht. Es wird also nicht nur die den Freibetrag übersteigende Betriebsrente mit Beiträgen belegt.

 

Einmal im Jahr können aber auch an sich beitragsfreie Betriebsrenten beitragspflichtig werden: wenn es eine Sonderzuwendung gibt. Wird mit einer solchen Gratifikation der Freibetrag von 145,25 Euro überschritten, so sind davon wiederum Beiträge abzuführen.

 

Tipp 1: Die Beitragszahlung kann vermieden werden, wenn statt des Urlaubs- oder Weihnachtsgeldes pro Monat ein Zwölftel davon zur Betriebsrente hinzugeschlagen wird. Ergibt die „neue“ Betriebsrente maximal 145,25 Euro im Monat, so bleibt sie voll beitragsfrei.

 

Tipp 2: Möglich ist es auch, eine Beitragszahlung für eine nur geringe Überschreitung der Geringfügigkeitsrente dadurch zu vermeiden, dass auf den übersteigenden Betrag verzichtet wird. Das müsste jedoch in der entsprechenden Versorgungsordnung so angeboten sein oder individuell mit dem Arbeitgeber vereinbart werden.

 

Bei freiwillig gesetzlich krankenversicherten Rentnern sind die Betriebsrenten unabhängig von ihrer Höhe voll beitragspflichtig. Denn bei ihnen kommt es auf alle „Einnahmen zum Lebensunterhalt“ an – ohne Untergrenze.

 

(Quellen: § 226 SGB V → § 226 (2) i.V. mit Abs. 1 Nr. 3 und § 18 SGB IV Abs. 1 und der Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2016 = 34.860 € jährlich = 2.905 € monatlich. Ein Zwanzigstel davon = 145,25 €)