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Acht Spar-Tipps für Lasik-Operationen

Brillen und Kontaktlinsen helfen zwar, um Sehschwächen auszugleichen, jedoch kann beides im täglichen Umgang lästig sein. Um künftig auf Sehhilfen verzichten zu können und von einem Plus an Lebensqualität zu profitieren, entscheiden sich viele für einen operativen Eingriff.

Mit einer Lasik-Operation lässt sich die Sehkraft positiv beeinflussen und derartig steigern, dass keine zusätzlichen Hilfsmittel nötig sind. Die Vorteile klingen verlockend. Was jedoch oft ein schier unüberwindbares Hindernis ist, sind die Ausgaben. In Deutschland kann eine entsprechende Augen-Operation rund 4.000 Euro kosten. Minimal werden in der Regel 1.500 Euro pro Auge fällig. Geld, das vielerorts fehlt. Mit den folgenden Tipps lässt sich das Augenlasern günstiger gestalten:

  1. Bezuschussung beantragen
  2. Versicherungsverträge prüfen
  3. Operation im In- und Ausland
  4. Zusatzkosten analysieren
  5. Angebote vergleichen / Leistungsspektrum prüfen
  6. Kostenvoranschlag verlangen
  7. Lasik-TÜV
  8. Finanzamt informieren

 

Tipp 1 – Bezuschussung beantragen

Grundsätzlich gilt: Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich in der Regel nicht an einer Lasik-Operation. Trotz dieser Tatsache, sollten sich Verbraucher die Zeit nehmen und eine Bezuschussung bei der zuständigen Kasse beantragen. Jeder Einzelfall ist individuell und Ausnahmen bestätigen die Regel. Einen Versuch ist es immer wert, egal ob es sich um gesetzlich oder privat Versicherte handelt.

 

Tipp 2 - Versicherungsverträge prüfen

Es gibt gewisse Zusatzversicherungen für Sehbehinderungen, die Kosten für Lasik-Operationen teilweise übernehmen. Wird eine derartige OP in Erwägung gezogen, sollten die Versicherungsverträge rechtzeitig geprüft werden. Im Zweifelsfall ist ein Anruf beim Versicherer ratsam. Wie viel die Versicherungsgesellschaften beisteuern, ist individuell vom jeweiligen Vertrag abhängig. Im Lasikon, einem Informationsportal zum Thema, wird bezüglich der Kosten einer Lasik-OP auf einen realistischen Preisrahmen hingedeutet: „Es gibt Brillenversicherungen für wenige Euro Beitrag pro Monat bis hin zu 40 - 50 Euro pro Monat, wo bis zu 1.000 Euro für eine LASIK-Operation übernommen werden.“ Wird mit dem Gedanken gespielt in Zukunft eine Augenoperation vornehmen zu lassen, kann es sich lohnen, sich nach entsprechenden Versicherungen zu erkundigen und einen Vertrag abzuschließen.

 

Tipp 3 - Operation im In- und Ausland

Viele Menschen mit Einschränkungen der Sehkraft, entscheiden sich aus Kostengründen für das Augenlasern im Ausland. In der Türkei ist beispielsweise Istanbul eine populäre Anlaufstelle für Augenpatienten. Zwar gibt es durchaus empfehlenswerte Kliniken, allerdings ist der Auswahl des ausländischen Angebots erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Das Problem sind hierbei oft nicht fehlende Fachkompetenz der Ärzte oder eine mangelhafte Klinik-Ausstattung, häufig wird das Equipment sogar aus Deutschland importiert. Gesundheitliche Risiken bestehen vielmehr aufgrund schlechter Hygienestandards. Ist der Operationssaal nicht zu 100 Prozent steril, ist die Gefahr einer bakteriellen oder auf Keimen zurückzuführende Komplikation sehr groß. Denn bei einer Lasik-OP ist die empfindliche Hornhaut des Auges für gewisse Zeit ungeschützt. Gelangen hierbei Keime oder Bakterien ans Auge, hat das verheerende Folgen für den Patienten. Im schlimmsten Fall kommt es zum Verlust der Sehkraft. Aber nicht nur im Ausland lauern Gefahren. Auch Komplikationen bei inländischen Kliniken sind bekannt und keineswegs ausgeschlossen. In der folgenden Reportage der Sendung Panorama, welche die ARD ausstrahlte, berichtet ein Betroffener von seinen Beschwerden nach einer Operation. Er hatte sich bei einer europaweit agierenden Augenlaserkette in München behandeln lassen.

Entstehen derartige Komplikationen können den Betroffenen weitaus höhere Kosten für Nachbehandlungen entstehen, als für die Investition in die Augenoperation zunächst kalkuliert wurde. Generell lässt sich daher festhalten, dass sich beim Sparen keine pauschalisierte Empfehlung für oder gegen Kliniken im Ausland aussprechen lässt. Jeder Einzelne muss individuell prüfen, ob die entsprechende Klinik geeignet ist und welche Lösung die günstigste, jedoch gleichzeitig die beste für das gesundheitliche Wohlergehen ist.

 

Tipp 4 - Zusatzkosten analysieren

Viele Angebote für Lasik-OPs wirken auf den ersten Blick sehr preiswert. Versteckte Kosten fallen zunächst nicht auf, sorgen im Nachhinein aber für böses Erwachen. Neben Voruntersuchungen und Nachbehandlungen werden nicht selten Kosten für Krankenzimmer berechnet. Nicht zu vergessen die Reisekosten zur Klinik und zurück. Bezüglich der Praxistermine müssen Patienten meist mit folgenden Punkten rechnen:

- Beratungstermin zur Aufklärung. Oft inklusive Voruntersuchung und Vermessung
- Operationstermin in der Klinik. Meistens findet die erste Nachuntersuchung am gleichen Tag statt
- Nachuntersuchung
- Nachuntersuchung
- Nachuntersuchung

Beim Vergleichen von Angeboten ist es unerlässlich für eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Kosten das Leistungsspektrum und dessen Berechnung genauestens zu prüfen. Sind tatsächlich alle Untersuchungen im Gesamtpreis enthalten? Oder kommen mögliche Zusatzkosten hinzu? Welche Ausgaben sind für An- und Abreise zu berechnen? Diese Fragen müssen geklärt werden, um unerwartete Unkosten zu vermeiden.

 

Tipp 5 - Angebote vergleichen

Bei Lasik-Operationen gibt es preislich markante Unterschiede. Jede Klinik berechnet die Leistung individuell. Von scheinbar attraktiven Preisen sollten sich Verbraucher nicht blenden lassen. Versteckte Kosten lauern vielerorts und treiben den Endpreis in die Höhe. Das Leistungsspektrum der Kliniken muss im Detail gegenübergestellt werden, um einen konkreten Preisvergleich durchführen zu können. Für eine bessere Planbarkeit und Sicherheit bei der Investition sind Angebote mit Festpreis vorteilhaft.

 

Tipp 6 - Kostenvoranschlag verlangen

Bei einem Beratungstermin bei Augenärzten oder in Augenkliniken ist es ratsam sich nach einer Handlungsempfehlung zu erkunden. Dabei sollten sich potenzielle Patienten stets einen schriftlichen Kostenvoranschlag aushändigen lassen. Er dient bei möglichen Auseinandersetzungen als wertvoller Nachweis. Bei Streitigkeiten und unerwarteten Zusatzkosten können Verbraucher auf das Dokument zurückgreifen.

 

Tipp 7 - Lasik-TÜV

Im Jahr 2006 wurde der sogenannte Lasik-TÜV eingeführt. Dieser TÜV gilt für Augenlaserzentren, ist ein Angebot vom TÜV SÜD und basiert auf dem ISO-9001:2000-Zertifikat. Der Lasik-TÜV wurde gemeinsam mit dem Verband der Spezialkliniken für Augenlaser und Refraktive Chirurgie (VSDAR e.V.), der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) sowie dem BDOC, dem Bundesverband der Ophthalmochirurgen erarbeitet. Bevor eine Klinik vom TÜV zertifiziert wird, muss sie in Sachen Prozessqualität und Ergebnis- sowie Dienstleistungsqualität überzeugen. Patienten, die sich für eine TÜV-geprüfte Klinik entscheiden, können sich darauf verlassen, dass

- die technische Ausstattung stimmt
- die Ärzte und Mitarbeiter entsprechend qualifiziert und erfahren sind
- und die Hygiene-Standards der Einrichtung ausreichend sind.

Zudem werden die Behandlungsergebnisse und die Patientenzufriedenheit überprüft. Eine Übersicht zu den zertifizierten Kliniken wurde auf der Webseite des TÜV SÜD veröffentlicht. Mit der Entscheidung für einen zertifizierten Anbieter können sich Verbraucher auch in Sachen Preisen und Abwicklung eine Menge Ärger sparen.

 

Tipp 8 - Finanzamt informieren

Sparen lässt sich bei einer Lasik-OP zudem in Form der Einkommenssteuererklärung. Dabei können die Ausgaben für die Operation als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Das deutsche Steuerrecht (§ 33 EStG) besagt, dass notwendige Operationen und ärztliche Behandlungen als außergewöhnliche Belastungen gelten. Eine korrigierende Augenoperation fällt laut Rechtsprechung unter derartige Belastungen, vorausgesetzt sie überschreiten eine bestimmte Zumutbarkeitsgrenze nicht. Patienten sollten das zuständige Finanzamt daher informieren und die Investition angeben. Somit können Verbraucher zumindest von einer Teilerstattung profitieren.

 

Bildquellen:

pixabay.com „Giuliamar“
pixabay.com „skeeze“
tuev-sued.de